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Erfahrungsberichte und FAQ für Fachbetriebe

 

Hier finden Fachbetriebe Antworten auf die häufigsten Fragen.

 
 



Systematische Fehlersuche bei Über- und Unterdruck-Leckanzeigern

Die nachfolgenden Dokumente helfen Ihnen bei der systematischen Fehlersuche an unseren Leckanzeigern:
Fehlersuche Überdruckleckanzeiger D9 und D29
Fehlersuche Überdruckleckanzeiger D25 und D26
Fehlersuche bei Unterdruckleckanzeigern


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Welche Arten von Lecküberwachungssystemen gibt es, was sind die Unterschiede?

Die Norm DIN EN 13160 beschreibt 5 Klassen von Lecküberwachungssystemen.

Die Klasse 1 beschreibt Leckanzeigesysteme nach dem Überdruck- bzw. Unterdruckprinzip. Hauptvorteil dieser Methode ist, dass hier ein Leck im doppelwandigen Überwachungsraum, über- und unterhalb des Flüssigkeitsspiegels, erkannt und gemeldet wird, bevor Flüssigkeit in die Umwelt austritt. Aufgrund der Funktionsweise verhindern Über- und Unterdrucksysteme auch nach einer Alarmabgabe über einen gewissen Zeitraum bis zur unmittelbaren Fehlerbehebung den Austritt von Flüssigkeit.

Alle anderen Klassen haben den Nachteil, dass bei Erkennung eines Lecks bereits Flüssigkeit in die Umwelt ausgetreten sein kann.

Klasse II beschreibt Überwachungssysteme, die mit einer speziellen Lecküberwachungsflüssigkeit gefüllt sind. Diese Systeme sind in Deutschland bei Neubauten nur noch in oberirdischen Anlagen zugelassen, zudem werden Bestandteile der Überwachungsflüssigkeit ebenfalls als wassergefährdend eingestuft. Beim Nachfüllen der Überwachungsflüssigkeit muss geprüft werden, ob die Mischbarkeit mit der bisherigen Überwachungsflüssigkeit bescheinigt ist. Eine Nichtbeachtung kann zu Pilzwuchs innerhalb des Überwachungssystems und dadurch zu einer Funktionsbeeinträchtigung der Lecküberwachungseinrichtung kommen.

Klasse III Systeme basieren auf Flüssigkeits- und/oder Gassensoren, die ausgetretene Flüssigkeit erkennen.

Klasse IV Systeme zeigen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit einen vorgegebenen Wert der Änderung des Tankinhaltes an.

Klasse V Systeme können einen Flüssigkeitsverlust in Tanks oder Rohrleitungen unterhalb des Flüssigkeitsspiegels anzeigen (z.B. durch Einbau von Flüssigkeitssensoren im Erdreich, nahe dem Tank / Rohrleitung.


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Wie funktioniert ein Über- bzw. Unterdruckleckanzeiger?

Überdruckleckanzeiger:

Ein Überdruck im Überwachungsraum sorgt selbst bei einem auftretenden Leck dafür, dass Luft (oder Inertgas) aus dem Überwachungsraum in den Behälter einströmt bzw. bei Schaden an der äußeren Wand nach Außen entweicht.

Der Überdruck ist so ausgelegt, dass selbst bei Erreichen des Alarmschaltpunktes der Druck im Überwachungsraum mindestens 30 mbar über dem max. hydrostatisch erzeugten Druck im Tankinneren liegt. Bei Rohrleitungen min. 1 bar über dem max. Betriebsdruck des Innenrohres.

Alarmfunktion Überdruckleckanzeiger:

Merke: Überdrucksysteme erkennen einen Alarm durch Druckabfall im Überwachungsraum

  • NUR Luftleck
  • Bei Leckage strömt das Überwachungsmedium aus dem Überwachungsraum aus in den Tankinnenraum oder nach Aussen (1).
  • Der Überwachungsdruck im ÜR wird abgebaut (Druck fällt ab). Die Pumpe baut den Überdruck bis zum Einstellwert “Pumpe Aus” wieder auf.
  • Ist die Undichtigkeit zu groß, kann die Pumpe diesen nicht mehr ausgleichen, der Druck fällt weiter ab bis zum Schaltwert „Alarm Ein“
   
Video-Präsentation:   

Unterdruckleckanzeiger:

Ein Unterdruck im Überwachungsraum sorgt bei einem auftretenden Leck dafür, dass Flüssigkeit vom Innenbehälter (oder Außenwand) in den Überwachungsraum eingesaugt wird. Der Unterdruck ist so ausgelegt, dass selbst bei Erreichen des Alarmschaltpunktes der Unterdruckwert im Überwachungsraum mindestens 30 mbar über dem max. hydrostatisch erzeugten Druck im Tankinneren liegt. Man unterscheidet zwei Arten von Unterdrucksystemen:

Hochdrucksystem - Typischerweise sind die Anschlüsse für Leckanzeiger oben am Tank angebracht (z.B. bei doppelwandigen Stahltanks).

Niederdrucksystem - Die Saugleitung des Leckanzeigers muss bis zum Tiefpunkt des Überwachungsraums geführt werden (z.B. bei einwandigen Tanks mit flexibler Leckschutzauskleidung).

Alarmfunktion Unterdruckleckanzeiger:

Merke: Unterdrucksysteme erkennen einen Alarm durch Druckanstieg (Vakuum wird abgebaut) im Überwachungsraum
 
Bei Luftleck (überhalb des Flüssigkeitsspiegels oder durch Aussenwand)

  • Leckageluft wird durch den Unterdruck in den Überwachungsraum gesaugt (1)
  • Druck im ÜR steigt an (Unterdruck wird abgebaut) Die Pumpe evakuiert den UR bis zum Einstellwert „Pumpe Aus“.
  • Ist die Undichtigkeit zu groß, kann die Pumpe diesen nicht mehr ausgleichen, der Druck steigt weiter an bis zum Alarmschaltpunkt.


Bei Flüssigkeitsleck (unterhalb des Flüssigkeitsspiegels)

  • Flüssigkeit wird durch den Unterdruck in den Überwachungsraum gesaugt (2).
     
  • Hochdrucksysteme (Saug- und Meßleitung an der Behälteroberseite):
    Durch die Volumenreduzierung steigt der Druck im ÜR an (Unterdruck wird abgebaut). Die Pumpe baut den Unterdruck wieder auf, Flüssigkeit wird weiter eingesaugt. Der Vorgang wiederholt sich, bis der ÜW nach und nach mit Flüssigkeit gefüllt ist (3).
  • Wenn der Flüssigkeitsstand die Öffnung der Saugleitung erreicht (4), wird Flüssigkeit in die Saugleitung eingesaugt, die (Luft-) Verbindung der Saugleitung zur Messleitung wird getrennt. Die Flüssigkeitssperre wird gefüllt bis das Schwimmerventil schließt (5). Die Pumpe ist weiter in Betrieb, der erzeugte Unterdruck hält die Flüssigkeitssäule am geschlossenen Schwimmerventil.
  • In der Messleitung ist weiterhin ein Unterdruck vorhanden, Flüssigkeit wird weiter in die Messleitung gesaugt, bis durch die Volumenänderung der Druck in der Messleitung bis zum Alarmschaltpunkt ansteigt (6).
     
  • Niederdruckdrucksysteme (Saugleitung bis zum Tiefpunkt des Behälters):
    Die Leckflüssigkeit wird sofort durch die Öffnung der Saugleitung am Tiefpunkt des ÜW gesaugt (7), füllt und schließt die Flüssigkeitssperre (5) und trennt die (Luft-) Verbindung zum Überwachungsraum.
  • Der verbleibende Unterdruck im ÜW saugt weiter Leckflüssigkeit in den ÜW, Volumen wird reduziert, Druck im ÜW steigt an bis zum Einstellwert „Alarm Ein“ (8).
   






Video-Präsentation:   
 


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Was kann die Ursache für einen Alarm am Leckanzeiger sein?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Ursachen, die zu einem Alarmzustand am Leckanzeigesystem führen, können sehr vielschichtig sein. Ursachen können neben einem Leck in einer Tankwandung z.B. auch am Leckanzeiger selbst, in den Verbindungsleitungen oder den angeschlossenen Armaturen liegen. Führen Sie Reparaturarbeiten am Leckanzeigesystem nicht selbst durch, es können dadurch weitere, von Außen nicht erkennbare Schäden auftreten. Beauftragen Sie einen qualifizierten Fachbetrieb.


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Wie oft sollte eine Funktionsprüfung am Leckanzeiger durchgeführt werden?

Fachverbände, Fachbetriebe und Hersteller von Leckanzeigern empfehlen eine jährliche Funktionsprüfung des Leckanzeigersystems durch einen Sachkundigen.

Die meisten Fachbetriebe bieten hierzu auch Wartungsverträge an.

Bedenken Sie - eine regelmäßig überprüfte Leckschutzeinrichtung bietet maximale Funktionssicherheit. Lassen Sie sich nach erfolgter Funktionsprüfung einen Prüfbericht aushändigen, der die Funktionstüchtigkeit Ihrer Anlage bescheinigt.


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Wo kann ich Ersatzteile für einen Leckanzeiger bekommen (z.B. grüne Betriebsleuchte)?

Sehen Sie bitte unter dem Hinweis "Ersatzteile" und der Rubrik "Service".


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Wie oft müssen bei einem Überdruckleckanzeiger (Typ D9 oder D29) die Trockenperlen im Lufttrockner gewechselt werden?

Bei Lecküberwachungssystemen nach dem Überdruckprinzip darf der Überwachungsraum mit max. 10% rel. Luftfeuchtigkeit befüllt werden, um Kondensat und somit Korrosion im Überwachungsraum vorzubeugen. Um dies zu erreichen wird entweder ein trockenes Inertgas (z.B. Stickstoff) oder bei Leckanzeigern mit integrierter Pumpe ein in der Saugleitung eingebauter Lufttrockner verwendet.

Die Größe des Lufttrockners hängt einmal ab vom oberirdischen oder unterirdischen Einbau des Tanks / Rohrleitung und vom Volumen des Überwachungsraumes. Angaben hierzu finden Sie in der Dokumentation des jeweiligen Leckanzeigers. Die Nutzungsdauer der Trockenperlen bis zur Sättigung beträgt ca. 12 - 15 Monate, kann jedoch bei sehr unterschiedlichen Umgebungsbedingungen auch abweichen. Gesättigte Trockenperlen sind durch einen Farbwechsel erkennbar. Gesättigte Trockenperlen müssen ausgetauscht werden.


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Wie oft, wie lange läuft ein Leckanzeiger?

Die Laufzeit eines Leckanzeigers mit integrierter Pumpe hängt im Wesentlichen von den Faktoren Tankgröße, Dichtigkeit sowie Druckniveau im Überwachungsraum ab. Die Pumpe hat hierbei die Aufgabe, minimale Undichtigkeiten im System auszugleichen. Das Ein- und Ausschalten der Pumpe in bestimmten Zeitabständen ohne Alarmabgabe ist normal und erfordert keine besonderen Maßnahmen.

Grundsätzlich gilt, je kleiner ein Tank, desto öfters läuft die Pumpe, jedoch jeweils für einen kürzeren Zeitraum. Bei großen Tanks läuft die Pumpe weniger oft an, arbeitet dann aber länger bis zum Abschalten.

Bei Unterdruckleckanzeigern nach dem Hochdrucksystem (höhere Schaltwerte) läuft die Pumpe grundsätzlich länger pro Einschaltzyklus als bei Niederdrucksystemen (geringere Schaltwerte), wobei die Einschalthäufigkeit im Gegenzug geringer ist als bei Niederdrucksystemen.

Sollte die Einschalthäufigkeit der Pumpe mehr und mehr zunehmen, deutet dies auf eine zunehmende Undichtigkeit hin. Läuft die Pumpe bis zum Abschalten immer länger oder gar konstant durch, kann dies ebenfalls auf eine zu große Undichtigkeit hinweisen, oder die Pumpe selbst erreicht nicht mehr den geforderten Abschaltpunkt.

In beiden Fällen sollten Sie vorsorglich den Fachbetrieb informieren, da ansonsten ohnehin in absehbarer Zeit ein Alarmzustand eintreten kann.


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Wie hoch sind die jährlichen Betriebskosten eines Leckanzeigers?

Ähnlich der Laufzeiten der Pumpe eines Leckanzeigers sind auch die Betriebskosten vom Zustand Ihrer Anlage und von der Art des Lecküberwachungssystems abhängig (Niederdruck- oder Hochdrucksystem).

Grundsätzlich sind jedoch die Betriebskosten im Normalzustand einer Anlage als gering zu betrachten. Diese belaufen sich beim einem Niederdrucksystem auf lediglich 2-3 Euro / Jahr, bei einem Hochdrucksystem je nach Dichtigkeit zwischen 2 und 5 Euro. Im Vergleich hierzu: Ein 42" LCD Fernseher (140 Watt) erzeugt bei einer durchschnittlichen Einschaltdauer von 3,5 Stunden / Tag rund 35 Euro Stromkosten / Jahr.


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Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

Nebenstehendes PDF-Dokument können Sie durch einen Klick auf das Bild herunterladen:

Auf Grund des § 23 Absatz 1 Nummer 5 bis 8, 10 und 11 und Absatz 2 in Verbindung mit § 62 Absatz 4 und § 63 Absatz 2 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, von denen § 23 Absatz 1 und § 62 Absatz 4 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 4 Buchstabe a und Nummer 8 des Gesetzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert worden sind (Zitat vor-läufig - wird am Ende der Ressortabstimmung überprüft), verordnet die Bundesregierung nach Anhörung der beteiligten Kreise ... Weiter lesen




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