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Funktionsprinzip

Auswahl von Leckanzeigern nach ihrem Funktionsprinzip


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Video-Präsentation Einsatz von ÜberdruckleckanzeigernVideo-Präsentation Einsatz von Unterdruckleckanzeigern
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Grundsätzliche Merkmale zum Einsatz von ÜberdruckleckanzeigernGrundsätzliche Merkmale zum Einsatz von Unterdruckleckanzeigern
  • Der Anwendungsbereich von Überdruckleckanzeigern ist vorwiegend limitiert durch die maximal zulässigen Überdrücke im Überwachungsraum (z.B. EN 12285 Typ A: max. 0,4bar, EN 12285 Typ B: 0,6bar) bzw. durch die Betriebsdrücke bei Rohrleitungen (z.B. Kunststoffrohre).
     
  • Der Überwachungsraum darf keine Leckanzeigeflüssigkeit enthalten.
     
  • Überdrucksysteme erfordern geringeren Installationsaufwand als bei Unterdrucksystemen (keine Auspuffleitung, keine Flüssigkeitssperre erforderlich).
     
  • Über ein Verteilersystem können mehrere Überwachungsräume gleichzeitig mit einem Leckanzeiger überwacht werden (nur bei unterirdischen Behältern).
     
  • Mit Überdrucksystemen können unter Beachtung der erforderlichen Explosionsschutzmaßnahmen auch entzündliche, leicht- und hochentzündliche Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt = 55°C überwacht werden.
     
  • Die zulässigen Betriebs- / Überwachungsdrücke der Behälter / Rohrleitung müssen beachtet werden.
     
  • Das Überwachungsmedium des Leckanzeigers muss eine minimale Luftfeuchtigkeit ausweisen, z.B. durch Verwendung von Lufttrocknern, die entsprechend gewartet werden müssen. Bei höheren Drücken wird üblicherweise Stickstoff verwendet.
     
  • Das Reaktionsverhalten des Überwachungsmediums mit dem Lagermedium ist zu beachten, ggf. ist hier ein Inertgas als Überwachungsmedium zu verwenden.
     
  • Das Leckanzeigesystem muss mit einer Überdrucksicherung ausgestattet sein.
     
  • Im Leckfall bleibt der Überwachungsraum üblicherweise trocken.
     
  • Bei der Überwachung von Rohrleitungen mit Überdruck sind die Grenzen entsprechend Art.3 Absatz 3 der Druckgeräterichtlinie zu beachten.
     
  • Die spezifischen Zulassungsbestimmungen des Leckanzeigers sowie des Behälters / Rohrleitung sind zu beachten. Dies gilt auch für die Einsatzgrenzen im Hinblick auf die Dichte der Lagerflüssigkeit und der maximal zulässige Druck im Überwachungsraum.
  • Mit Unterdruckleckanzeigern können Behälter mit flexibler Innenhülle, aber auch große / hohe Behälter überwacht werden, hierbei muss die Saugleitung zum tiefsten Punkt des Überwachungsraumes geführt werden.
     
  • Zur Überwachung von entzündlichen, leicht- und hochentzündlichen Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt = 55°C sind Leckanzeiger mit entsprechendem Ex-Schutz zu verwenden.
     
  • In der Saugleitung ist eine Flüssigkeitssperre einzubauen.
     
  • Der Leckanzeiger sowie die Verbindungsleitungen müssen auf Beständigkeit gegen das zu lagernde Medium geprüft werden.
     
  • Bei Unterdruckleckanzeigersystemen darf nur ein Überwachungsraum pro Leckanzeiger überwacht werden.
     
  • Die Viskosität darf 5.000 mm²/sec nicht übersteigen.
     
  • Rohrleitungen können durch Unterdruckleckanzeiger überwacht werden, sofern dieser für die möglichen Betriebsdrücke und Flüssigkeiten ausgelegt ist und die Zulassung der Rohrleitung den Einsatz erlaubt.
     
  • Doppelwandige Behälter die bisher mit Lecküberwachungsflüssigkeit überwacht wurden (EN13160, Klasse II), können nach Absaugen einer bestimmten Menge der Leckageflüssigkeit zukünftig durch Unterdruckleckanzeiger überwacht werden.
     
  • Die Abluft des Leckanzeigers ist mit einer Auspuffleitung zu versehen, kann diese nicht in den Behälter zurückgeführt werden (z.B. bei Behältern mit Überdruck), ist hier zusätzlich eine Ablufteinheit zu installieren.
     
  • Sollte die Saug-, Meß-, oder Druckleitung nicht mit stetigem Gefälle vom Leckanzeiger zum Überwachungsraum verlegt werden können, so sind an den jeweils tiefsten Punkten der Verbindungsleitung zusätzliche Kondensatgefäße einzubauen.
     
  • Im Leckfall wird der Überwachungsraum mit Leckflüssigkeit gefüllt.
     
  • Die spezifischen Zulassungsbestimmungen des Leckanzeigers sowie des Behälters / Rohrleitung sind zu beachten. Dies gilt auch für die Einsatzgrenzen im Hinblick auf die Dichte und Viskosität der Lagerflüssigkeit.


Dokumentation Leckanzeiger nach dem Über- / Unterdruckprinzip

Nebenstehendes PDF-Dokument können Sie durch einen Klick auf das Bild herunterladen.
Das Dokument behandelt folgende Themenbereiche:
  • Aufbauübersicht eines Leckanzeigesystems nach dem Über- / Unterdruckprinzip (Klasse I)
  • Überdruckleckanzeiger an doppelwandiger Rohrleitung mit Überwachungsmedium Inertgas (z.B. N2) und Luft
  • Unterdruckleckanzeiger an doppelwandiger Rohrleitung
  • Alarmfunktion Überduckleckanzeiger und Unterdruckleckanzeiger
  • Funktionsablauf - Inbetriebnahme, Normalbetrieb und Alarmsteuerung anhand des Beispiel eines Überdruckleckanzeigers mit integrierter Pumpe
  • Grundsätzliche Merkmale zum Einsatz von Überdruckleckanzeigern oder Unterdruckleckanzeigern




 
 
  

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