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Normen und Vorschriften

Allgemeines zu Normen, Vorschriften und notwendigen Qualifikationen zur Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Leckanzeigersystemen

Die Regelungen zum Einsatz von Leckanzeigersystemen basieren im Wesentlichen auf den Vorschriften aus dem

  • Baurecht, enthält u.a. Regelungen für Zulassungen für Leckanzeiger und andere Komponenten, zuständig hierfür ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt)
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG), enthält z.B. Regelung zu Fachbetrieben (… Anlagen … dürfen nur von Fachbetrieben eingebaut, aufgestellt, instand gehalten, instand gesetzt und gereinigt werden…)
  • Arbeitsschutzrecht, enthält u.a. die Betriebssicherheitsverordnung (BetrsichV), z.B. Regelungen zum Ex-Schutz

 

Technische Vorgaben für Leckanzeigesysteme sind in den Zulassungsgrundsätzen des DIBt und in der Norm DIN EN 13160 Teil 1-7 geregelt.

Teil 1: Allgemeine Grundsätze

Teil 2: Über- und Unterdrucksysteme, Anforderungen für Klasse I Geräte

Teil 7: Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren für Überwachungsräume, Leckschutzauskleidungen und Leckschutzummantelungen

 

Klassen der Leckanzeigersysteme:

Klasse I: Systeme dieser Klasse zeigen ein Leck oberhalb oder unterhalb des Flüssigkeitsspiegels in einem doppelwandigen System an. Sie zeigen ein Leck an, bevor irgendein Produkt in die Umwelt eindringen kann (z. B. Unter- und Überdruck-Systeme).

Klasse II bis Klasse V: Systeme dieser Klassen zeigen Leckagen bzw. Flüssigkeitsverluste oberhalb und unterhalb des Flüssigkeitsspiegels an, es besteht die Möglichkeit, dass Flüssigkeit in die Umwelt austritt.

 

Wichtige Anforderungen an Leckanzeiger:

  • Ein Leck muss durch optischen und akustischen Alarm angezeigt werden
  • Leckanzeigesysteme und/oder deren Teile, die für den Einbau in explosionsgefährdeter Atmosphäre gedacht sind, müssen explosionsgeschützt sein
  • Die Betriebsbereitschaft muss angezeigt werden, z. B. durch ein grünes Licht
  • Der optische Alarm muss angezeigt werden, z. B. durch ein rotes Licht, und darf nicht abschaltbar sein. Der akustische Alarmgeber muss abschaltbar sein
  • Steckverbindungen oder Schalter in der elektrischen Zuleitung sind nicht zulässig.
  • Max. Überwachungsraumvolumen pro Leckanzeiger: bei Tanks 8m³, bei Rohrleitungssystemen 10m³
  • Pumpenförderleistung (Nachspeiserate): 85 +/-15 l/h
  • Farbliche Festlegung der Verbindungsleitungen: Messleitung – rot; Saug- oder Druckleitung – weiß oder glasklar; Auspuffleitung (bei Unterdrucksystemen)– grün
  • Unterdruckleckanzeiger dürfen nur für einen Tank bzw. Rohrleitung eingesetzt werden,
    Überdrucksysteme
    hingegen können über geeignete Verteilersysteme mehrere
    Überwachungsräume gleichzeitig
    überwachen
  • Innendruchmesser der Verbindungsleitungen zwischen Leckanzeiger und Überwachungsraum:
    • Überwachungsmedium Luft: Ø 6mm
    • Überwachungsmedium Stickstoff: Ø 4mm
  • Zur Sicherstellung der Alarmabgabe im Falle einer Undichtigkeit ist die maximal zulässige Behälterhöhe bzw. -Durchmesser, auch bedingt durch die Dichte der Lagerflüssigkeit, begrenzt.

Der Alarmdruck (Einstellwert "Alarm Ein" PAE) muss mindestens um 30 mbar über dem maximalen Druck, der durch den Inhalt des Tanks bei max. Füllstand erzeugt wird, liegen

Dies gilt auch Unterdruck Leckanzeigesysteme an doppelwandigen Rohrleitungen in Bezug auf die zulässige vertikale Höhe "h" zwischen tiefstem Punkt der Rohrleitung und der Flüssigkeitssperre in der Saugleiter des Leckanzeigers.

Die Berechnung hat nach Formel 1 zu erfolgen.

In anderen Fällen muss die Saugleitung des Leckanzeigers bis zum Behälterboden geführt sein.

 

Formel 1:

Berechnungsformel zur max. zulässigen Behälterhöhe bzw. Behälterdurchmesser(hmax)

 

hmax>(Meter) = PAE-30 / ρP*g*10

PAE=Alarmeinschaltwert(mbar)
ρP=Dichte des gelagerten Produktes(kg/dm3)
g=Erdbeschleunigung(9,81 m/s2)

(Bsp. Behälter DIN 6608, 2,90m Durchmesser, Dichte 1,04kg/dm3>Alarmdruck PAE>325mbar)

  • Überdrucksysteme für Rohrleitungen: Der Alarmschaltpunkt muss um mindestens 0,1 MPa (1 bar) höher sein als der maximale Arbeitsdruck des Innenrohres.

Angaben nur auszugszugsweise, ohne Gewähr, Stand 02/2013


Ergänzende Dokumentation Leckanzeiger nach dem Über- / Unterdruckprinzip

ASF Rohr

Nebenstehendes PDF-Dokument können Sie durch einen Klick auf das Bild herunterladen.

Das Dokument beinhaltet folgende Themenbereiche:

  • Aufbauübersicht eines Leckanzeigesystems nach dem Über- / Unterdruckprinzip (Klasse I)
  • Überdruckleckanzeiger an doppelwandiger Rohrleitung mit Überwachungsmedium Inertgas (z.B. N2) und Luft
  • Unterdruckleckanzeiger an doppelwandiger Rohrleitung
  • Alarmfunktion Überduckleckanzeiger und Unterdruckleckanzeiger
  • Funktionsablauf - Inbetriebnahme, Normalbetrieb und Alarmsteuerung anhand des Beispiel eines Überdruckleckanzeigers mit integrierter Pumpe
  • Grundsätzliche Merkmale zum Einsatz von Überdruckleckanzeigern oder Unterdruckleckanzeigern


Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

ASF awsv

Nebenstehendes PDF-Dokument können Sie durch einen Klick auf das Bild herunterladen:

Auf Grund des § 23 Absatz 1 Nummer 5 bis 8, 10 und 11 und Absatz 2 in Verbindung mit § 62 Absatz 4 und § 63 Absatz 2 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, von denen § 23 Absatz 1 und § 62 Absatz 4 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 4 Buchstabe a und Nummer 8 des Gesetzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert worden sind (Zitat vor-läufig - wird am Ende der Ressortabstimmung überprüft), verordnet die Bundesregierung nach Anhörung der beteiligten Kreise ... Weiter lesen